ÖSTERREICHISCHES TIERSCHUTZGESETZ

Tierschutz wird in Europa heutzutage groß geschrieben – zumindest von einem hohen Anteil der Bevölkerung. Im Laufe der Jahre hat sich das Bewusstsein der Menschen für das Wohl der Tiere (sowohl in der Haustier – als auch Nutztierhaltung) stark verändert. Zum großen Teil in eine positive Richtung. Dies spiegelt sich auch in der Gesetzgebung auf Bundesebene wieder. Dabei wurde das erste neuzeitliche Tierschutzgesetz bereits 1822 in England verfasst – zum damaligen Zeitpunkt ausschließlich für Pferde, Schafe und Großvieh, mit dem Ziel Diese vor Misshandlungen zu schützen.

In Österreich entstand das erste bundeseinheitliche Tierschutzgesetz erst im Jahr 2005. Heute gilt Österreichs Tierschutzgesetz als eines der vorbildlichsten und weltweit modernsten der Welt. Ziel ist hierbei der „Schutz des Lebens und des Wohlbefindens der Tiere, wobei das einzelne Tier als Individuum geschützt werden soll“.

WAS SAGT DAS TIERSCHUTZGESETZ ÜBER UNSERE HUNDE?

Das Tierschutzgesetz beschreibt Pflichten und Verbote u.a. im Zusammenhang mit der Haltung, Behandlung, dem Verkauf und dem Transport von Tieren. Dazu zählen natürlich auch unsere Haushunde. Dabei versucht es auf alle Aspekte der Tierhaltung einzugehen.

Wichtige Punkte sind:

  • Das Verbot der Tierquälerei
  • Das Verbot der Tötung
  • Verbot von Eingriffen an Tieren
  • Verkaufsverbot von Tieren
  • Anforderungen an den Halter
  • Grundsätze der Tierhaltung
  • Tierhalteverordnung
  • Kennzeichnung und Registrierung von Hunden
  • u.a.

Anfang 2017 gab es die erste Tierschutzgesetzesnovelle seit 2008. Diese bringt wichtige Änderungen für Hundehalter mit sich. So sind folglich nicht mehr nur Stachelhalsbänder, Korallenhalsbänder oder elektrische sowie chemische Dressurgeräte, sondern auch Zughalsbänder, welche durch das Zusammenziehen das Atmen des Hundes erschweren können, verboten. Zusätzlich beinhaltet die Novelle ein Verbot privater Tierinserate auf Online-Plattformen und das Verbot des Tätowieren sowie der Verfärbung von Haut, Federkleid oder Fell aus modischen oder kommerziellen Gründen. Mehr Informationen dazu finden Sie HIER.

Ein anderer wichtiger Teil des Österreichischen Tierschutzgesetzes ist die Tierhalteverordnung, welche Aussagen über die Anforderungen an die Haltung von Hunden trifft. Diese beschreibt die Grundvoraussetzungen zur Haltung von Hunden (Bewegungsbedarf, Sozialkontakt, Abgabealter von Welpen, Maulkorbgröße…), Vorraussetzungen zur Haltung von Hunden im Freien, in Räumen und in Zwingern und behandelt u.a. Themen zur Pflege, zur Fütterung und zur Ausbildung. Den Gesetzestext zur Tierhalteverordnung finden Sie HIER.

Fazit: Die Erlassung eines Tierschutzgesetzes ist ein Schritt in die richtige Richtung, wenn auch Vieles eventuell noch nicht ganz ausgereift oder durchdacht ist. Die Einhaltung der Gesetzgebung liegt letztlich bei jedem Menschen selbst – wenn auch behördlich stellenweise überprüft und bei Nichteinhaltung mit Strafe geahndet. Ein Blick in das Tierschutzgesetz lohnt sich – ein kritisches Hinterfragen einzelner Gesetzespunkte ebenfalls.

Haben Sie Fragen? Ansprechpartner für Informationen rund um die Bestimmungen der Tierhaltung in Wien ist die MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz – zu erreichen unter der Nummer: 01 4000 8060. Den gesamten Gesetzestext zur Tierschutzverordnung Österreich finden Sie HIER. Sowie die Punkte der Hundehaltung des Landesrecht Wien – HIER.